Kurzüberblick — Was bedeutet „Kooperation Kliniken“?
Die Kooperation zwischen Kliniken, Palliativteams, Hausärzt:innen und Angehörigen sorgt dafür, dass schwerkranke Menschen lindernde Behandlung, klare Kommunikationswege und eine nahtlose Weiter- bzw. Überleitung erhalten. Dies umfasst medizinische Behandlung, Schmerz- und Symptomkontrolle, psychosoziale Unterstützung und die Einbindung der Angehörigen in Entscheidungen. (dgpalliativmedizin.de)
Für wen ist diese Seite?
Für Patient:innen
Kurz, klar und verständlich — damit Sie wissen, welche Schritte eine Klinik unternimmt, wie Sie Ihre Wünsche (z. B. Patientenverfügung) einbringen und welche Unterstützung möglich ist. (leitlinienprogramm-onkologie.de)
Für Angehörige
Praktische Hinweise, Ansprechpartner und Informationen, wie Sie aktiv mitwirken können, welche Leistungen es gibt und wie die Übergabe in die Nachsorge oder nach Hause organisiert wird. (dgpalliativmedizin.de)
Unsere Ziele in der klinischen Kooperation
Kontinuität der Versorgung
Ziel ist eine lückenlose Betreuung — während der stationären Behandlung und bei der Entlassung in die ambulante Palliativversorgung oder Hospizbetreuung. Dafür werden Behandlungsziele, Medikamente und Hilfsmittel abgestimmt. (bundesgesundheitsministerium.de)
Transparente Kommunikation
Klar definierte Ansprechpartner:innen, strukturierte Übergabedokumente und gemeinsame Fallbesprechungen zwischen Klinik, Hausarzt/-ärztin und Palliativteam verbessern Sicherheit und Vertrauen. (dgpalliativmedizin.de)
Einbindung der Angehörigen
Angehörige werden informiert, beraten und — wenn gewünscht — in Pflegehandlungen und Entscheidungen eingebunden; psychosoziale und seelsorgerische Angebote sind Teil des Versorgungsnetzes. (dgpalliativmedizin.de)
Wie läuft die Kooperation konkret ab?
Aufnahme & Erstgespräch
- Erhebung von Beschwerden, Wünschen und Versorgungszielen.
- Besprechung mit dem Palliativteam (ärztlich/pflegerisch/sozial). (leitlinienprogramm-onkologie.de)
Interdisziplinäre Fallbesprechung
Ärzt:innen, Pflege, Sozialdienst, ggf. Seelsorge und Externe (z. B. Ambulante Palliativdienste) stimmen das weitere Vorgehen ab. (dgpalliativmedizin.de)
Entlassungs- und Überleitungsplanung
Frühzeitige Planung: welche Versorgung wird zu Hause nötig, welche Hilfsmittel, welche Ansprechpartner:innen übernehmen? Schriftliche Übergabedokumente sind Standard. (bundesgesundheitsministerium.de)
Nachsorge & Netzwerk
Ambulante Palliativdienste, Hausärzt:innen, Hospizdienste und Pflegeeinrichtungen bilden das Nachsorgenetz — mit klaren Kontaktpunkten für Patient:innen und Angehörige. (dgpalliativmedizin.de)
Was Patient:innen und Angehörige jetzt tun können
Vorbereiten & informieren
Schreiben Sie Ihre Wünsche auf (z. B. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht). Bringen Sie diese Unterlagen ins Gespräch mit dem Team. (leitlinienprogramm-onkologie.de)
Ansprechpartner benennen
Nennen Sie eine Kontaktperson in der Familie und informieren Sie das Klinikteam über bevorzugte Kommunikationswege. (lmu-klinikum.de)
Nach Entlassung: Pfade kennen
Fragen Sie nach dem Überleitungsplan: Wer ist zuständig? Welche Medikamente/Hilfsmittel sind geplant? Welche Dienste kommen nach Hause? (bundesgesundheitsministerium.de)


