Onkologie — Homecare für Patient*innen mit Krebs

Zuletzt aktualisiert: 13.02.20262 Min. Lesezeit
Onkologie2026-02-13T14:03:19+01:00

Was bedeutet Onkologie-Homecare?

Onkologie-Homecare bezeichnet die koordinierte medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen in ihrem Zuhause. Ziel ist, Behandlungs- und Begleitmaßnahmen so zu organisieren, dass Patient*innen sicher, schmerzarm und würdevoll zuhause leben können. (Quelle: Krebsinformationsdienst / DKFZ). (krebsinformationsdienst.de)

Für wen ist Homecare geeignet?

Patient*innen

  • Menschen in aktiver Therapie mit erhöhtem Pflege- oder Betreuungsaufwand.
  • Patient*innen mit fortgeschrittener Erkrankung, die zuhause gepflegt werden möchten.

Angehörige

Für pflegende Angehörige, die Entlastung, Anleitung oder zusätzliche professionelle Hilfe benötigen. (Erste Anlaufstellen sind Hausärzt*innen, Kliniksozialdienst oder die Krankenkasse). (krebsinformationsdienst.de)

Leistungen im Onkologie-Homecare

Medizinische Versorgung & Symptommanagement

Unterstützung bei Schmerztherapie, Übelkeit, Wundversorgung und Infusions-/spez. Medikamentengaben.

Pflegeleistungen (Grund- und Behandlungspflege)

Körperpflege, Mobilitätshilfe, Verbandswechsel, Stomapflege etc.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Für schwer symptomatische oder hochkomplex versorgungsbedürftige Patient*innen: multiprofessionelle Teams (Ärzt*innen, Palliativpflegende, Sozialarbeit). SAPV kann vom behandelnden Arzt verordnet werden. (dgpalliativmedizin.de)

Psychosoziale & praktische Unterstützung

Psychoonkologische Beratung, Sozialberatung (Ansprüche prüfen), Krebslotsen und Alltags-Hilfen. (krebshilfe.de)

Vorteile der Versorgung zu Hause

Lebensqualität

Vertraute Umgebung, mehr Selbstbestimmung und kürzere Klinikaufenthalte.

Kontinuität & Koordination

Vernetzung von Hausarzt, Onkolog*in, Pflegedienst und Therapeuten durch Koordinator*innen.

Finanzielle Unterstützung

Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung und Sozialleistungen bei Krebs (z. B. Entlastungsbetrag, Pflegegrade). (krebshilfe.de)

So läuft die Organisation (Schritt-für-Schritt)

1) Erstgespräch & Bedarfsklärung

Kontakt zum Hausarzt, Onkologischen Zentrum oder Kliniksozialdienst. (onko-portal.de)

2) Leistung beantragen / verordnen lassen

Hausarzt oder Onkologe kann Behandlungspflege, Hilfsmittel oder SAPV verordnen. (dgpalliativmedizin.de)

3) Pflegedienst & Team auswählen

Krankenkasse hilft bei der Suche; auf Qualitätsprüfungen achten. (krebsinformationsdienst.de)

4) Laufende Abstimmung

Regelmäßige Teamsitzungen zwischen Pflegedienst, Hausärzt*in und Angehörigen sichern Versorgungskontinuität. (dgpalliativmedizin.de)

Unterstützung für Angehörige

Entlastung & Beratung

Psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen und Entlastungsangebote (z. B. Kurzzeitpflege). (krebshilfe.de)

Rechtliches & Soziales

Informationen zu Arbeitsrecht bei Pflegefällen, Sozialleistungen und finanziellen Hilfen gibt der Kliniksozialdienst oder die Krankenkasse. (dkfz.de)

Häufige Fragen & Antworten

Wo bekomme ich schnelle Beratung?2025-11-12T10:46:29+01:00

Der Krebsinformationsdienst bietet telefonische und schriftliche Beratung für Patient*innen und Angehörige an. (krebsinformationsdienst.de)

Wann ist SAPV notwendig?2025-11-12T10:45:52+01:00

Wenn die Versorgung besonders komplex ist und allgemeine ambulante Palliativangebote nicht ausreichen, kann SAPV verordnet werden. (dgpalliativmedizin.de)

Wer bezahlt die Pflege zu Hause?2025-11-12T10:44:18+01:00

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt je nach Pflegegrad bestimmte Leistungen; zusätzlich können Krankenkasse und Sozialleistungsträger unterstützen. Genaues klärt die Pflegekasse bzw. Kliniksozialdienst. (krebshilfe.de)

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