Schwerpunkte — Hilfe für Patient:innen & Angehörige

Zuletzt aktualisiert: 19.02.20264,4 Min. Lesezeit
Schwerpunkte2026-02-19T19:48:17+01:00

Einleitung

Was sind „Versorgungsfelder“ im Homecare-Kontext?

Für wen ist diese Seite?

Unsere Versorgungsfelder beschreiben die Themenbereiche und Leistungen, die Ihnen zuhause helfen — sowohl für Patienten als auch für Angehörige. Hier finden Sie klare, praxisnahe Informationen, Hinweise zu Hilfsmitteln und Ansprechpartnern sowie Links zu ausführlichen, deutschsprachigen Quellen. (Weiterführende Infos zu häuslicher Pflege und Leistungen finden Sie beim Bundesgesundheitsportal.) (gesund.bund.de)

Ernährung

Worum es geht

Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung ist bei Krankheit, chronischen Beschwerden und im Alter zentral für Lebensqualität und Genesung. Tipps reichen von kalorien- und proteinreichen Kostformen bei Untergewicht bis zu angepasster Kost bei Schluckstörungen. (dge.de)

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Beobachten Sie Appetit, Gewicht und Trinkmenge.
  • Kleine, energiereiche Mahlzeiten und Trinknahrungen können helfen.
  • Holen Sie sich bei Bedarf eine Ernährungsfachkraft (Diätassistent*in).

Mehr lesen (anerkannte Leitlinie): DGE — Leitfäden zur Ernährungstherapie. (dge.de)

Inkontinenz

Worum es geht

Harn- oder Stuhlinkontinenz hat viele Ursachen und ist behandelbar — von Beckenbodenübungen über Verhaltensstrategien bis zu Hilfsmitteln wie Einlagen oder Inkontinenzslips. Wichtig ist ein offenes Gespräch mit Fachkräften, damit Alltag und Würde erhalten bleiben. (apotheken-umschau.de)

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Sprechen Sie mit Hausarzt/Ärztin über Ursachenabklärung.
  • Testen Sie Hilfsmittel (Saugstärken, Slips) und nutzen Sie Pflegehilfsmittel, die ggf. von der Pflegekasse bezuschusst werden.

Mehr lesen: ausführliche Ratgeber zur Inkontinenz (Apotheken-Umschau). (apotheken-umschau.de)

Onkologie & Palliativversorgung zuhause

Worum es geht

Bei Krebserkrankungen spielen Begleitung, Symptomkontrolle (Schmerz, Übelkeit, Atemnot) und psychosoziale Unterstützung eine große Rolle. Palliative Versorgungsangebote können auch zuhause erbracht werden — Ziel ist Lebensqualität, nicht zwangsläufig Lebensverlängerung. (krebsgesellschaft.de)

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Klären Sie mit dem Behandlungsteam, welche palliativmedizinischen Angebote möglich sind (mobile Palliativteams, spezialisierte Hospizdienste).
  • Symptomtagebuch führen (Schmerz, Schlaf, Appetit) — das hilft der Anpassung der Therapie.

Mehr lesen: Deutsche Krebsgesellschaft — Palliativmedizin & onkologische Versorgung. (krebsgesellschaft.de)

Pädiatrie (Versorgung bei Kindern zuhause)

Worum es geht

Kinder mit chronischen Erkrankungen oder besonderen Pflegebedarfen benötigen oft spezialisierte Betreuung: Medikamentengabe, Ernährung (Sonde), Atemwegspflege. Wichtig ist Eltern-/Angehörigenschulung und verlässliche Begleitung durch Kinderärzte und spezialisierte Dienste.

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Klare Dokumentation (Medikationsplan, Notfallkontakte).
  • Schulung durch Kinderkrankenpflege und ambulante Dienste.

Hinweis: Fragen zur kindlichen Pflege besprechen Sie idealerweise mit der behandelnden Kinderklinik oder dem Hausarzt.

Pharma (Medikamentenversorgung zuhause)

Worum es geht

Sichere Medikamentenversorgung umfasst Verordnung, Abgabe, Lagerung und (falls nötig) parenterale/infusionäre Therapien zu Hause (Homecare-Leistungen). Klare Medikationspläne und Absprachen mit Apotheke/Arzt sind essenziell.

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Medikationsplan aktuell halten (Name, Dosierung, Zeit).
  • Für komplexe Therapien Homecare-Anbieter oder spezialapotheken kontaktieren.

Tipp: Apotheke als Partner — Medikationsberatung und Blister-Service.

Schmerzmanagement

Worum es geht

Chronische oder akute Schmerzen werden multimodal behandelt: medikamentös, physio-/ergotherapeutisch, psychologisch und durch Hilfsmittel. In der häuslichen Versorgung ist frühzeitiges Erkennen und Anpassung der Therapie wichtig.

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Dokumentieren Sie Schmerzintensität, Trigger und Wirkung von Medikamenten.
  • Suchen Sie frühzeitig schmerztherapeutische Beratung oder Palliativteams bei komplexem Schmerz.

Stoma (ileostoma/colostoma/urostoma)

Worum es geht

Ein Stoma erfordert spezielle Versorgung (Beutelwechsel, Hautschutz, Beratung). Mit guter Anleitung und passenden Produkten ist die Lebensqualität auch zuhause sehr gut kontrollierbar.

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Schulung zur Stomapflege durch spezialisierte Pflegedienste oder Stomatherapeuten.
  • Hautbeobachtung und passende Hilfsmittel sind zentral.

Tipp: Stomapflegesets und Fachapotheken sind wichtige Partner.

Tracheostomie (Atemwegsversorgung zuhause)

Worum es geht

Tracheostomierte Patienten benötigen besondere Pflege: Absaugtechnik, Sonden/kanülenpflege, Atemtherapie und Notfallmanagement. Entsprechende Schulung der Angehörigen und ein abgestimmter Versorgungsplan sind verpflichtend.

Praxis für Patienten & Angehörige

  • Schulung in Absaugtechnik, Kanülenwechsel und Notfallabläufen.
  • Regelmäßige ärztliche Nachsorge und Kooperation mit spezialisierten Homecare-Diensten.

Finanzierung, Hilfsmittel & rechtliche Hinweise

Was zahlt die Pflegeversicherung?

Es gibt verschiedene Leistungen (Pflegesachleistung, Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Pflegehilfsmittel), die bei häuslicher Pflege unterstützen — prüfen Sie Ansprüche bei der Pflegekasse. (gesund.bund.de)

Hilfsmittel & Bezugsquellen

Pflegehilfsmittel (z. B. Einlagen, Bettschutzeinlagen) können bezuschusst oder zuzahlungsfrei sein. Informieren Sie sich bei Ihrer Pflegekasse oder Apotheke. (bild.de)

Wie Sie Unterstützung finden

Kurzcheck für den Alltag

  1. Kontaktieren Sie Hausarzt/Ärztin für Diagnose und Verordnung.
  2. Klären Sie mit der Pflegekasse Leistungen (Pflegegrad, Entlastungsbetrag). (gesund.bund.de)
  3. Vereinbaren Sie Schulungen mit dem ambulanten Pflegedienst oder spezialisierten Therapeuten.
  4. Nutzen Sie Apotheken und Fachgesellschaften als Informations- und Beratungsstelle.

Häufige Fragen & Antworten

Wie finde ich den richtigen Ansprechpartner für mein Versorgungsfeld?2025-11-12T15:44:07+01:00

 Der erste Ansprechpartner ist in der Regel die behandelnde Ärztin oder der Arzt. Sie oder er kann eine ärztliche Verordnung für Homecare-Leistungen ausstellen. Danach übernehmen spezialisierte Pflegedienste oder Homecare-Unternehmen die konkrete Versorgung zuhause. Auch Apotheken und Sanitätshäuser unterstützen bei Hilfsmitteln, Schulungen und der Beantragung von Kostenübernahmen.

Wer übernimmt die Kosten für Homecare-Leistungen und Hilfsmittel?2025-11-19T12:59:34+01:00

Die Kostenübernahme hängt von der Art der Versorgung ab:

  • Medizinische Hilfsmittel (z. B. Stomabeutel, Ernährungssonden) werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt.
  • Pflegehilfsmittel (z. B. Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen) können von der Pflegekasse bezuschusst oder vollständig übernommen werden.
  • Pflegeleistungen werden abhängig vom Pflegegrad finanziert.
Was versteht man unter „Versorgungsfeldern“ im Homecare-Bereich?2025-11-12T15:39:40+01:00

Versorgungsfelder beschreiben die unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Themen, in denen Patienten auch zuhause professionell betreut werden können — zum Beispiel Ernährung, Schmerztherapie, Stoma- oder Tracheostomiepflege. Sie helfen, die häusliche Versorgung strukturiert zu planen und passende Fachkräfte oder Hilfsmittelanbieter zu finden.

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