Was bedeutet Onkologie-Homecare?
Onkologie-Homecare bezeichnet die koordinierte medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen in ihrem Zuhause. Ziel ist, Behandlungs- und Begleitmaßnahmen so zu organisieren, dass Patient*innen sicher, schmerzarm und würdevoll zuhause leben können. (Quelle: Krebsinformationsdienst / DKFZ). (krebsinformationsdienst.de)
Für wen ist Homecare geeignet?
Patient*innen
- Menschen in aktiver Therapie mit erhöhtem Pflege- oder Betreuungsaufwand.
- Patient*innen mit fortgeschrittener Erkrankung, die zuhause gepflegt werden möchten.
Angehörige
Für pflegende Angehörige, die Entlastung, Anleitung oder zusätzliche professionelle Hilfe benötigen. (Erste Anlaufstellen sind Hausärzt*innen, Kliniksozialdienst oder die Krankenkasse). (krebsinformationsdienst.de)
Leistungen im Onkologie-Homecare
Medizinische Versorgung & Symptommanagement
Unterstützung bei Schmerztherapie, Übelkeit, Wundversorgung und Infusions-/spez. Medikamentengaben.
Pflegeleistungen (Grund- und Behandlungspflege)
Körperpflege, Mobilitätshilfe, Verbandswechsel, Stomapflege etc.
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Für schwer symptomatische oder hochkomplex versorgungsbedürftige Patient*innen: multiprofessionelle Teams (Ärzt*innen, Palliativpflegende, Sozialarbeit). SAPV kann vom behandelnden Arzt verordnet werden. (dgpalliativmedizin.de)
Psychosoziale & praktische Unterstützung
Psychoonkologische Beratung, Sozialberatung (Ansprüche prüfen), Krebslotsen und Alltags-Hilfen. (krebshilfe.de)
Vorteile der Versorgung zu Hause
Lebensqualität
Vertraute Umgebung, mehr Selbstbestimmung und kürzere Klinikaufenthalte.
Kontinuität & Koordination
Vernetzung von Hausarzt, Onkolog*in, Pflegedienst und Therapeuten durch Koordinator*innen.
Finanzielle Unterstützung
Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung und Sozialleistungen bei Krebs (z. B. Entlastungsbetrag, Pflegegrade). (krebshilfe.de)
So läuft die Organisation (Schritt-für-Schritt)
1) Erstgespräch & Bedarfsklärung
Kontakt zum Hausarzt, Onkologischen Zentrum oder Kliniksozialdienst. (onko-portal.de)
2) Leistung beantragen / verordnen lassen
Hausarzt oder Onkologe kann Behandlungspflege, Hilfsmittel oder SAPV verordnen. (dgpalliativmedizin.de)
3) Pflegedienst & Team auswählen
Krankenkasse hilft bei der Suche; auf Qualitätsprüfungen achten. (krebsinformationsdienst.de)
4) Laufende Abstimmung
Regelmäßige Teamsitzungen zwischen Pflegedienst, Hausärzt*in und Angehörigen sichern Versorgungskontinuität. (dgpalliativmedizin.de)
Unterstützung für Angehörige
Entlastung & Beratung
Psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen und Entlastungsangebote (z. B. Kurzzeitpflege). (krebshilfe.de)
Rechtliches & Soziales
Informationen zu Arbeitsrecht bei Pflegefällen, Sozialleistungen und finanziellen Hilfen gibt der Kliniksozialdienst oder die Krankenkasse. (dkfz.de)


